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Geschichte

Vor 1800 sollen die „Urmusikanten“ des Salzbergwerkes in losen Gruppen musiziert haben. Ein Zeitungsbericht von 1808 schildert, dass anlĂ€sslich der Eröffnung des Kaiser-Max-Stollens Bergwerksmusikanten teilgenommen haben. 1821 erfolgte die offizielle GrĂŒndung, nachdem bereits eine aus 16 Salzbergern bestehende „Musikbanda“ bestand, die vom Bergoffizier Josef Holzhammer sen. geleitet wurde. Im Jahr 1838 grĂŒndeten die HĂŒttenleute unter Josef Pircher die „Pfannhausmusikkapelle“, welche bald der Ă€lteren Knappenkapelle ĂŒberlegen war. Die „BĂŒrgergardemusik“ wurde 1839/40 gegrĂŒndet. Damit musizierten in der Kleinstadt Hall 3 Musikkapellen. 1840 erfolgte die 1. AusrĂŒckung als reine Blechharmonie in der Öffentlichkeit unter der Leitung von Josef Pircher als „Pfannhausmusik“. In den Partituren von 1854 kommen Klarinetten vor – jedoch bis zu dieser Zeit kein Schlagwerk. Hall beherbergte im Jahr 1858 vier Musikkapellen, denn auch die BĂŒrgergarde und das MilitĂ€r hatten eine eigene Musik aufgestellt. Der Salinen-Amtsvorstand Michael Kelb sammelte die Musikanten der Knappen- und Pfannhausmusik und vereinte sie zur „Salinenmusik“. Die „Salinerler“ waren es, die von 1875 bis 1910 als offizielle Musikkapelle der Stadtgemeinde fĂŒr viele Aufgaben herangezogen wurden. Musikalische Leiter waren die Kapellmeister Ploner und Johann Fintl. Johann Fintl war von 1897 bis 1928 Dirigent der Pfannhauser-Musikkapelle. Am 23. MĂ€rz 1928 ĂŒbernahm Alois Fintl den Taktstock. Unterbrochen wurde die TĂ€tigkeit nur durch den Zweiten Weltkrieg, aber schon am 2. MĂ€rz 1946 konnte die erste Probe abgehalten werden. Als im Jahr 1967 der Salinenbetrieb stillgelegt wurde, konnte dank der geschlossenen Haltung aller Musikanten die Musikkapelle in die neue Zeit gerettet werden. Nach der GrĂŒndung der Haller „StraubschĂŒtzenkompanie“ ĂŒbernahm die Salinenmusik neben der traditionsreichen Bergmannstracht auch die StraubschĂŒtzentracht und fungierte nun auch als SchĂŒtzenmusik. 1987 ĂŒbergab Alois Fintl den Taktstock dem stĂ€dtischen Musikdirektor Hannes Buchegger, welcher nach wenigen Monaten dieses Amt wieder abgab. Im Jahr 1988 ĂŒbernahm Georg Bleyer die musikalische Leitung. Im FrĂŒhjahr 1989 legte der 60 Jahre alte Obmann Gottfried Zanger nach 31 jĂ€hriger TĂ€tigkeit diese Funktion in jĂŒngere HĂ€nde. Nach Rudolf Hornsteiner, Kurt Kreidl und Harald Fischer ist seit 2011 Markus Galloner Obmann der Salinenmusik.

Die Salinenmusik ist untrennbar in Verbindung mit dem Haller Salzbergbau und der Salinenstadt Hall in Tirol. Seit dieser Zeit sind musikalische Bergknappen und musikinteressierte Personen aus den verschiedenen Berufsgruppen bei AnlĂ€ssen zur Stelle. EmpfĂ€nge fĂŒr Mitglieder des Kaiserhauses, der Bundesregierung, Parkkonzerte, Bergfeste, Fernsehauftritte, Hochzeiten, kirchliche Feiern, Wallfahrten und StĂ€ndchen gehörten und gehören zu den Aufgaben der Musik.

Im 20. Jahrhundert waren es zwei große Persönlichkeiten, Johann Fintl und sein Sohn Alois Fintl, die gemeinsam durch ihren Einsatz 90 Jahre lang die Musik prĂ€gten.

Eine neue musikalische Herausforderung entstand durch das Zusammentreffen mit Daniel Walch aus Zug am Arlberg, die Kapelle von 2006 bis 2016 leitete. Unter Walch wurden zahlreiche erfolgreiche Konzertprojekte veranstaltet. Im Herbst 2015 kĂŒndigte Walch an, sein DirigententĂ€tigkeit bei der Salinenmusikkapelle aus privaten GrĂŒnden zurĂŒckzulegen. Der Verein legte die musikalische Leitung die HĂ€nde des 22-jĂ€hrigen Robert Brunner aus Volders. Beim FrĂŒhjahrskonzert 2016 am 21. Mai erfolge die offizielle TaktstockĂŒbergabe.

Am 14. JÀnner 2022 wurde Otto Hornek zum neuen Kapellmeister gewÀhlt.

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